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Ziel einer medikamentösen Behandlung ist die Verengung der Venen durch venentonisierende Mittel, die Verhinderung des Austrittes von Flüssigkeit in das Gewebe durch Ödemprotektiva und das Ausschwemmen von Ödemen aus dem Gewebe durch Diuretika. Um oberflächliche Venen zu verschließen, setzt man Sklerosierungsmittel ein. Schutz vor Bildung oder auch Wachstum von Thromben bieten Antikoagulanzien. Um vorhandene Thromben aufzulösen, werden Fibrinolytika verwendet. Diese beiden letztgenannten Medikamente sollten vom Arzt verordnet und kontrolliert werden.
Es gibt aber auch Venenmittel, die der Patient selbst eigenverantwortlich einsetzen kann. Zum Einnehmen eignen sich Pflanzenextrakte aus Rosskastanie, Mäusedorn, Steinklee oder Weinlaub. Sie vermindern vor allem subjektive Beschwerden wie Beinschwellungen mit Druckgefühl, Schwere der Beine und lokale Schmerzen. Auch dichten sie die Blutgefäße ab und beugen Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe vor. Gleichzeitig wirken sie entzündungshemmend. Weitere Naturstoffe vom Rutin-Typ sind in Zitrusfrüchten oder im Heidekorn enthalten. Die Rutoside sind Pflanzenfarbstoffe, die die Venenwände stabilisieren und abdichten. Dadurch wirken sie Schwellungen entgegen. Enzympräparate verbessern entzündliche Prozesse. Ihre Wirkung ist die Rückbildung von Einlagerungen von Flüssigkeiten im Gewebe der Beinen und die Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes. Venenmittel zur äußeren Anwendung wirken bereits durch den Massageeffekt. Die Wirkstoffe können lokal günstige Reaktionen auslösen, die bis in die Tiefe wirksam sind. Die Produkte enthalten teilweise die gleichen Wirksubstanzen, die auch innerlich angewendet werden. In Kombination von äußerlich aufgetragenen und über die Haut eindringenden und durch den Blutstrom herantransportierten chemischen Stoffen ist die zu erwartende Wirkung intensiver und länger anhaltend. Arnika hemmt Entzündungsprozesse und lindert die Symptome angeschwollener Beine.
Auch Allgemeinmaßnahmen sollten in die Behandlung der venösen Insuffizienz kontinuierlich einfließen:
Ernähren Sie sich vollwertig, schlackenreich und abwechslungsreich mit vitamin- und pflanzenreicher Kost. Achten Sie auf regelmäßigen und geschmeidigen Stuhlgang ohne zusätzliches Pressen und Drücken. Vermindern Sie die Umweltgifte, rauchen Sie nicht und sorgen Sie für gute Luft am Arbeitsplatz und in Ihrem Zuhause. Schlagen Sie Ihre Beine nicht übereinander, sitzen Sie richtig, lassen Sie Ihre Beine nicht baumeln, stellen Sie die Füße nebeneinander auf den Fußboden. Trinken Sie viel Mineralwasser, damit der Rückfluss des Blutes aus den Beinen zum Herzen erleichtert wird. Schließen Sie das Duschen immer mit einem kalten Beinguss ab. Bewegen Sie sich mehr durch Sport, in Freizeitgestaltung und im Urlaub. Vermeiden Sie enge Strümpfe und abschnürende Kleidung, schweres Heben und Tragen von Lasten. Schlafen Sie ausreichend und stellen Sie das Fußende Ihres Bettes hoch. Werden Sie immer wieder selbst aktiv, sorgen Sie für ausreichende Bewegung. Sorgen Sie sich um Ihre allgemeine Gesundheit, vermeiden Sie Risikofaktoren jeglicher Art – Sie sind letzten Endes selbst für Ihre gesunden oder kranken Venen verantwortlich!
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