An alle Saunafreunde
Darf man mit Krampfadern in die Sauna?

Auch ein Venenpatient muss nicht auf den Besuch einer Sauna verzichten. Es kommt immer auf den Schweregrad der Veränderungen und die vorhandenen Beschwerden an. Wer schon seit Jahren die Sauna für seine allgemeine Gesundheit genutzt hat und bei dem sich nun ein Beinvenenleiden eingestellt hat, wird weiterhin in „seine“ Sauna gehen wollen. Dies wird er auch können. Er muss sich nur angepasst und richtig verhalten.

Obwohl die Wärme im Schwitzraum der Sauna eigentlich für veränderte und erweiterte Venen sogar schädlich ist, ist die Zeit des Einflusses auf Haut und Gefäße relativ kurz. Man verlässt ja die Sauna bereits beim ersten Schwitzen – meist bereits nach zehn bis 15 Minuten. Anschließend erfolgt eine ausgiebige Prozedur zur Abkühlung mit kaltem Wasser: Schlauchabguss, Dusche, Tauchbecken, Kaltluft. Diese Reize wirken günstig auf erweiterte Venen. Sie ziehen sich unter dem ausreichend langen Kaltreiz zusammen. Dadurch ist sogar ein Trainingseffekt gegeben. Der Venenpatient wird also auf die Kaltanwendungen besonderen Wert legen.

Im Schwitzraum muss aber auch etwas beachtet werden: Wichtig ist, die Beine hoch zu lagern – sich also auf die Saunabank legen. Um die direkte Wärmewirkung abzuschirmen, kann man ein zweites Badetuch über die Beine legen. Die Zeit des Aufenthaltes sollte möglichst kurz sein, etwa bis acht Minuten bei normaler Schweißreaktion. Ansonsten sollte man den Schwitzraum bereits verlassen, wenn die ersten Schweißtropfen auf die Stirn treten – die gesundheitlich wichtigen Reaktionen sind dann bereits ausreichend angekurbelt.

Nach den Saunagängen sollten die Beine auf der Liege im Ruheraum ebenfalls erhöht gelagert werden – eine zusammengerollte Decke unter die Unterschenkel legen. Für einen Patienten mit einer tiefen Thrombose ist die Sauna allerdings ein Tabu! Bei schwereren Veränderungen und schnell eintretenden Beinschmerzen sollte die Sauna gemieden werden!

 
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